Natürlich schön: Räume mit biologisch abbaubaren und erneuerbaren Innenraummaterialien

Was bedeutet „biologisch abbaubar“ im Interior wirklich?

Begriffe klarziehen

Biologisch abbaubar heißt, dass ein Material durch Mikroorganismen wieder in natürliche Bestandteile zerfällt. Kompostierbar geht einen Schritt weiter und definiert Bedingungen sowie Zeitrahmen. Erneuerbar meint, dass der Rohstoff nachwächst, etwa Bambus, Hanf oder Holz. Schreiben Sie, welche Begriffe Sie bislang verwirrt haben.

Zertifikate, die zählen

Achten Sie auf natureplus, Cradle to Cradle, FSC oder PEFC und prüfen Sie Sicherheitsdatenblätter auf VOC-Werte. Die Norm EN 13432 bezieht sich auf Kompostierbarkeit, was für biobasierte Verpackungen wichtig ist, im Interior aber nur bedingt passt. Teilen Sie Labels, denen Sie vertrauen.

Ende-des-Lebens-Szenarien planen

Schon beim Kauf überlegen: Lässt sich das Produkt reparieren, sortenrein trennen oder zurückgeben? Hersteller mit Rücknahmesystemen und klare Materialpässe helfen, echte Kreisläufe zu schließen. Erzählen Sie, wie Sie alte Bodenbeläge oder Paneele verantwortungsvoll entsorgt oder weitergegeben haben.

Kork – leise, warm und überraschend robust

Korkböden dämpfen Schritte, fühlen sich warm an und regulieren Feuchtigkeit. In einem unserer Projekte hat ein schmaler Flur dadurch spürbar an Ruhe gewonnen. Versiegelungen auf Naturharzbasis schützen, ohne den Charakter zu verlieren. Kommentieren Sie, ob Kork in Ihrer Küche oder im Kinderzimmer funktioniert.

Bambus – rasant wachsender Alleskönner

Bambus ist extrem schnell erneuerbar und zugleich hart genug für Möbel oder Arbeitsflächen. Entscheidend sind Leime und Oberflächen – wählen Sie emissionsarme Produkte. Eine Leserin schrieb, dass ihr Bambusregal seit fünf Jahren glänzt und kaum Kratzer zeigt. Teilen Sie Ihre Bambus-Erfahrungen und Pflegetipps.

Myzelium – die Zukunft aus Pilzfäden

Myzeliumplatten entstehen aus Pilzfäden und Pflanzenresten, wachsen formschlüssig und sind nachnutzbar oder kompostierbar. In einem Berliner Café sorgen sie als Wandmodule für akustische Ruhe und Gesprächsintimität. Würden Sie Myzelium im Wohnzimmer wagen? Schreiben Sie, wo Sie es testen würden.

Gesundheit und Raumklima: Natürlich atmen, besser wohnen

Lehmputz puffert Feuchtigkeit, speichert Wärme und sorgt für matte, ruhige Flächen. Kalk ist von Natur aus schimmelhemmend und wirkt mineralisch frisch. Eine Familie berichtete, dass im Altbau die Fenster kaum noch beschlagen. Teilen Sie, ob Lehm die Akustik oder das Raumgefühl bei Ihnen verändert hat.

Design und Haptik: Natürlichkeit, die man sieht und fühlt

Patina mit Charakter

Holz, Kork oder Linoleum dürfen Spuren annehmen und würdevoll altern. Eine kleine Kerbe erinnert an ein gemeinsames Kochen, nicht an einen Fehler. Diese Patina macht Räume lebendig. Teilen Sie Fotos von Oberflächen, die bei Ihnen mit der Zeit schöner wurden.

Kreislaufdenken: Von der Planung bis zum Rückbau

Schrauben statt kleben

Setzen Sie auf sichtbare, lösbare Verbindungen, modulare Rastermaße und sortenreine Materialien. So lassen sich Platten austauschen und wiederverwenden. In einer Mietwohnung haben wir dadurch den ganzen Einbau später umziehen lassen. Teilen Sie Ihre Lieblingsbeschläge.

Miet- und Rücknahmemodelle

Einige Hersteller vermieten Teppichfliesen oder nehmen Paneele zurück, um Materialien im Kreislauf zu halten. Fragen Sie aktiv nach und lesen Sie die Bedingungen genau. Haben Sie bereits Produkte zurückgegeben? Berichten Sie vom Prozess, damit andere profitieren.

Lokale Wertschöpfung stärken

Kurze Wege sparen Emissionen und machen Lieferketten transparenter. Suchen Sie regionale Sägewerke, Lehmbaubetriebe oder Korkhändler. Eine Lesergruppe organisierte eine Sammelbestellung und sparte Verpackung. Vernetzen Sie sich in den Kommentaren, wenn Sie Kontakte teilen möchten.

Fallgeschichte: Ein Altbau-Flur atmet auf

Vorher: PVC-Belag, Echo, muffige Luft. Nachher: Korkboden, Lehmfarbe, Hanf-Akustikpaneele. Das Ergebnis war sofort spürbar – leiser, heller, sanfter. Die Bewohner sagten, der Flur rieche nun nach „frischer Werkstatt“ statt Chemie. Welche Veränderung wünschen Sie sich?
Wir setzten auf Standardgrößen, schraubbare Leisten und natürliche Öle. Das sparte Geld und erleichterte den Rückbau. Eine Reparaturstelle blieb sichtbar, erinnerte aber an den gemeinschaftlichen Bautag. Teilen Sie Kostenfallen, über die andere Bescheid wissen sollten.
Entscheidend war die Reihenfolge: erst Akustik, dann Licht, zuletzt Farbe. So blieb das Konzept ruhig. Die Bewohner planen nun, das Schlafzimmer ähnlich aufzubauen. Schreiben Sie, welche Reihenfolge bei Ihrem Projekt sinnvoll wäre und warum.

So starten Sie heute: Einkauf, Planung, Community

Fragen Sie nach Materialpass, Zertifikaten, VOC-Werten und Rücknahme. Prüfen Sie: reparierbar, sortenrein, regional? Beginnen Sie mit einem Raum oder Möbelstück. Teilen Sie Ihre Checkliste als Kommentar, damit andere davon lernen.

So starten Sie heute: Einkauf, Planung, Community

Wie wird montiert? Welche Öle, Wachse oder Kleber werden genutzt? Gibt es Muster zum Anfassen? In vielen Fällen öffnet ein konkretes Gespräch erstaunliche Optionen. Posten Sie Erfahrungen mit offenen, transparenten Betrieben aus Ihrer Region.
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